Reisen mit Hund

Stand: FEB 05

Inzwischen gibt es im europaüberschreitenden Grenzverkehr neue Bestimmungen.
Bitte beim Amtstierarzt oder ähnlichen Institutionen nachfragen!


Da wir auf unseren Abenteuerreisen  immer wieder Touristen mit Hund treffen, vielleicht doch ein paar Zeilen zu diesem Thema.
Unabhängig von der Frage, inwieweit es überhaupt sinnvoll ist, seinen Hund den Strapazen von Fernreisen auszusetzen, haben wir die Mitnahme 13 Jahre lang bisher nie bereut. Uns blieb auch nichts anderes übrig, da wir sonst keine Möglichkeit der  Unterbringung hatten und unserer Erfahrung nach das Tier die Urlaubsstrapazen besser verkraftet als z. B. den anonymen Aufenthalt in einer Tierpension.
 

Voraussetzung für die Mitnahme ist natürlich das Fahren mit dem eigenen Auto, besser Wohnmobil. Zwar sind wir auch schon in außereuropäischen Hotels mit Hund untergekommen (Tunis), doch dies dürfte die Ausnahme bleiben.
Außerdem dürfte die Mitnahme im Leihwagen und vor allem in öffentlichen Verkehrsmittel weitgehend unmöglich sein.

Das Hauptproblem für die Anreise z.B. in afrikanische Länder sind wohl  die Fährpassagen. Tiere dürfen grundsätzlich nicht in die Innenräume, d.h. man sucht sich ein möglichst trockenes und windstilles Eck an Deck (an Ostern z. T. sehr schwierig) und verbringt dort, evt. im Schichtdienst, die Zeit der Überfahrt (die vorhandenen Hundezwinger unterm Schornstein wird wohl kaum ein Tierfreund nutzen).


Natürlich hält man sich an die Vorschriften der Urlaubsländer (Impfungen, amtstierärztliches Zeugnis, usw.) auch wenn dies in der ganzen Zeit nur ein einziges Mal nachkontrolliert wurde (Israel). Ansonsten hat es bei den unzähligen Einreisen (Marokko, Algerien, Tunesien, Ägypten, Türkei, usw. ) nie irgendwelche Probleme gegeben.
Bei Reisen durch islamische Länder ist natürlich zu beachten, dass Hunde "unreine" Tiere sind, d.h. also bestenfalls mit Nichtbeachtung belegt werden. Die Lebenseinstellung der Bevölkerung ist also absolut zu beachten (kurze Leine in bewohnten Gebieten, kein Betreten von Innenräumen mit Hund, usw.)

Auf der anderen Seite sehen wir trotz der ganzen Umstände auch einen unschlagbaren Vorteile, den Sicherheitsaspekt. In bewohnten Gebieten und bei unzähligen Übernachtungen im Outback hatten wir nie ein unsicheres Gefühl.

Das bisher einzig unschöne Erlebnis hatten wir in Jerusalem, wo unser Hund (an der kurzen Leine!) mehrmals von vermutlich palästinensischen Jugendlichen getreten und geschlagen wurde. Bei der Anreise mit der Fähre von Athen nach Haifa ist im Übrigen zu beachten, dass Hunde in Zypern wegen der dort herrschenden Quarantänebestimmungen nicht von Bord dürfen! Außerdem ist in Israel die Mitnahme von Tieren in die Nationalparks nicht gestattet, weiterhin sind in Jerusalem gewisse Teile der Altstadt für Hunde gesperrt.

                        
             "Cito"               in  Tunesien                "Rasso"         unbekannter Doppelgänger      unheimliche Begegnung

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