|
Code |
GPS (
N / E ) |
Beschreibung |
Erläuterungen |
Fotos |
|
AB-1301 |
42°
04,694
20° 25,055
141 |
Kukes |
Wir verlassen die Stadt nach Westen
und können bereits jetzt die gewaltigen Ausmaße des Stauseesystems
erahnen, das uns auf der weiteren Strecke begleiten wird.
Ab Ortsende zur Zeit (AUG 07) umfangreiche Straßenbaumaßnahmen.
Danach ist der Belag für ein paar Kilometer lang noch sehr löcherig,
doch dann beginnt eine breite, vorzügliche ausgebaute Teerstraße und das
findet man in Albanien nicht allzu oft vor.
Leider ist damit ein schnelles Fortkommen nicht gewährleistet: Wir
befinden uns in einem Gebiet, das ausgesprochen zerklüftet ist und die
Straßenbauer vor gewaltige Aufgaben stellt, jedes Seitental muss
ausgefahren werden, jede Hügelkette überquert, und das ungezählte Male.
|
 |
|
AB-1302 |
42°
05,894
20° 13,552
142 |
Brücke |
Mal wieder geht es ganz
hinunter (ca. 360 m) , mit einer Brücke über ein Seitental und dann
beginnt die Kurverei bergauf und bergab von neuem.
Wenn man das gefühlsmäßig 25-ste Seitental bis zum hintersten Winkel
ausgefahren hat, lässt die Aufmerksamkeit doch etwas nach, und es kann
passieren, dass man den Abzweig nach Fierzë übersieht (der von dieser
Fahrrichtung aus auch nicht ausgeschildert ist).
|
|
|
AB-1303 |
42°
05,992
20° 06,828
143 |
Abzweig Fierzë /
Bajram Curri |
Kurz nach Erreichen der Passhöhe
Qafa e Shilakut biegt man rechts / nach Norden ab. Die Straße ist
nun schmäler, aber zumindest die erste Hälfte in Ordnung.
In dieser Gegend wüteten im Waldbrandsommer 2007 verheerende Brände, die
weite Flächen zerstörten.
Die Geländestruktur bleibt die Gleiche, das heißt, es geht in jedes
Seitental und über alle Hügel.
|
|
|
AB-1304 |
42°
08,231
20° 09,452
144 |
Dardhë |
Ort mit Restaurant etwa in der Mitte
der Strecke zwischen dem Abzweig und Fierzë.
Hinweis: Dieser Ort mit den dazugehörenden Informationen ist im
Reiseführer Albanien erleben fälschlicherweise in die
Strecke Peshkopi - Kukes verschoben worden!
|
|
|
AB-1305 |
42°
10,534
20° 09,464
145 |
Zwischenpunkt
Q
|
Tipp: Bei einer querenden
Hochspannungsleitung ein kleiner Abzweig zu einer als
Rastplatz geeigneten Wiesenfläche.
Die Straße wird nun jeden Kilometer etwas schlechter und deshalb um so
mehr beginnt einen das ewige Gekurve langsam auf die Nerven zu gehen.
Allerdings wird man immer wieder mit tollen Ausblicken auf den tief
unter einem liegenden Stausee belohnt.
Wenn man dann das gefühlsmäßig 50-ste Seitental umfahren hat, wünscht
man sich nichts so sehr, als endlich in Fierzë anzukommen.
Wobei das auch nicht ganz richtig ist, denn der Ort selbst liegt ein
paar Kilometer abseits unseres Zielpunktes weiter oben in den Bergen und
wir wollen unsere Reise ja mit dem Schiff fortsetzen.
Endlich führt die inzwischen sehr schlechte Piste ein letztes Mal in
Kurven den Berg hinunter. TIPP:
Direkt oberhalb des Umspannwerkes
Wasserstelle mit köstlichem
Trinkwasser.
|

 |
|
AB-1306 |
42°
15,378
20° 02,006
146 |
Brücke / Staumauer |
Endlich sind wir am Ziel und können
die gewaltige Staumauer bewundern, die theoretisch sogar befahren
werden kann (nein, nicht oben auf der Krone entlang, sondern tatsächlich
im Zickzack die Wand hoch!)
Leider sind im erwähnten Reiseführer die Informationen für Touristen,
die sich ausnahmsweise nicht mit Chauffeur herumkutschieren lassen,
etwas sehr dürftig, deshalb hier das Wichtigste:
An diesem Ende des Komani-Sees gibt es wohl - je nach Höhe des
Wasserstandes - verschiedene Anlegestellen der Autofähre (TRAGET
genannt). In den Sommermonaten liegt diese etwa 7 km von der Brücke
entfernt.
Man überquert diese deshalb und fährt zunächst etwa 3 km Richtung Bajram
Curri.
|

 |
|
AB-1307 |
42°
16,811
20° 01,555
147 |
Brëgelumë |
Ort mit Tankstelle.
Am Hauptplatz biegt man nach links / Südwesten ab und folgt der
Schotterstraße entlang des Stauseearmes.
|
|
|
AB-1308 |
42°
15,852
20° 00,587
148 |
Anlegestelle
Autofähre |
Sehr provisorisch anmutende
Anlegestelle mit mehreren, verschieden hohen "Startrampen". Kleine,
laute Bar. Gegend leider sehr vermüllt.
Die Fähre fährt zweimal am Tag nach Komani, einmal um 7.00 Uhr (nicht
8.00 wie im Reiseführer) und um 13.00 Uhr. Wer diese Fähre versäumt und
auf den nächsten Tag warten muss, kann unter Umständen gut beraten sein,
trotz der wenig anheimelnden Atmosphäre hier zu übernachten, sozusagen
in "Pole Position" (Bild 3).
Gerade im August wählen tausende von Kosovaren diese
Route aus, um Ihre Ferien am Meer zu verbringen. In unserem Fall bildete
sich bereits um 3.00 Uhr nachts der Kopf einer Autoschlange, die in der Früh
etwa einen Kilometer lang war. Angeblich passen 70 Fahrzeuge auf das
Schiff, das heißt, mindestens die Hälfte der wartenden Fahrzeuge fand
keinen Platz mehr.
Zu den Transportkosten kann nicht Endgültiges gesagt werden, außer, dass
Touristen sicher mehr zahlen. Der Preis wurde vom Kassierer durch
bedeutungsvolles Kopfwiegen ermittelt, in unserem Fall 3300 LEK (ca. 30
€) für das Miniwohnmobil und 2 Personen. Das ist für albanische
Verhältnisse ausgesprochen viel, aber man hat keine Wahl und die Fahrt
ist es alle Mal wert.
Überraschend pünktlich (nach einem Verlademarathon, in dem die Autos so
eng geparkt wurden, dass manche nur durchs Schiebedach - siehe Bild -
entweichen konnten und manchen Kratzer und abgebrochenen Rückspiegeln),
sticht die Fähre in See und und gewährt einem wunderschöne 2 ¼ Stunden
durch eine faszinierende Landschaft.
Foto rechts: Albanischer
Erfindergeist - "Ich war mal ein Reisebus!"
|




 |
|

|
|
AB-1309 |
42°
06,511
19° 49,609
149 |
Anlegestelle
Komani |
Wir erreichen das Ende des
Komani-Sees und damit eine weitere Staumauer. Auf dem engen
Schotterplatz zwischen einem Tunnel (durch den früher sicher während der
Bauphase das Wasser umgeleitet wurde und der heute als Zufahrt dient)
und der Anlegestelle tummeln sich etliche Sammeltaxis, die dafür sorgen,
dass die Ausfahrt komplett verstopft ist und somit erstmal gar keine
Autos entladen werden können. Also warten alle, bis die sicher 200
Passagiere zu Fuß samt ihrem Gepäck in den Taxis verstaut sind, ehe das
erste Auto das Schiff verlassen kann. Wieder viel Hektik und Kampf um
jeden Zentimeter.
Nach einer ¾ Stunde verlassen wir als letzte das Schiff und erreichen
durch den völlig finsteren Tunnel den Ort Komani, der allerdings nur
aus ein paar unbedeutenden Häusern besteht. Dort unten wartet bereits
wieder eine lange Autoschlange in der Gegenrichtung.
Die weiterführende Straße ist erstens wieder schlecht (mit der
Auswirkung, dass Sie u. U. 69 schleichende Kosovaren vor sich haben) und
zweitens setzt sich das "Spiel" der letzten Tage fort: also rum um jedes
Seitental und rauf auf jeden Hügel .
|

|
|
AB-1310 |
42° 00,706
19° 39,325 |
Kreuzung |
Wir erreichen die Hauptstraße Shkodër
- Puke und damit endlich wieder vernünftige Straßenverhältnisse.
|
|
|
AB-1311 |
42° 00,459
19° 38,377
150 |
Qyrsac |
geschäftiger Ort mit allen
Versorgungsmöglichkeiten.
(Hinweis: Name laut Karte, der Ort nennt sich auf dem Begrüßungsschild
anders!)
Die weiter führende Straße, die 2005 nur aus einer Löcherpiste bestand,
ist nun bestens geteert.
|
|
|
AB-1312 |
41° 58,970
19° 32,517 |
Kreuzung |
Hauptstraße Shkodër - Tiranë, nach
rechts / Norden abbiegen.
|
|
|
AB-1313 |
42° 01,913
19° 30,192
151 |
Abzweig |
Richtung Süden erreicht man nach ca.
30 km den beliebten Strand von Velipojë. Diese Gegend wird im erwähnten
Reiseführer aufs Malerischste beschrieben. Die Wirklichkeit schaut
allerdings - zumindest in den Sommerferien - leider ganz anders aus: es
ist schlicht gesagt die Hölle los.
Mit dem Auto kommt man gar nicht erst in die Nähe der Strände, es ist
alles durch die Polizei weiträumig abgeriegelt. Parken kann man in den
Innenhöfen geschäftstüchtiger Grundbesitzer und dann mit Sack und Pack
über die verstopften Zufahrtsweg dem schattenlosen Strand entgegeneilen,
wo schon Millionen andere auf einen warten.
Auch wenn dies sicher unsere individuelle Einschätzung ist, wir sind
jedenfalls wieder in Panik geflüchtet.
Weiter Richtung Shkodër , dessen
gewaltige Burg man bald erblickt.
|
|
|
AB-1314 |
42° 03,019
19° 29,520 |
Shkodër
(Brücke) |
Unterhalb der Burg führt eine
einspurige Brücke über die Ausläufer des Shkoder-Sees. Meist muss man
warten, bis man eine Lücke im Gegenverkehr findet. Nett, dass sich
jemand die Mühe gemacht hat, die Entfernung von hier bis München
auszurechnen.
Auf der anderen Seite
biegen wir links Richtung Grenze ab ( ca. 15 km).
|
 |
|
AB-1315 |
42° 01,034
19° 22,397
152 |
Grenze
Montenegro Richtung Ulcinj |
Die Ausreiseformalitäten haben sich
im Vergleich zu unserem letzten Besuch 2005 vereinfacht. Zuerst muss man
an einem Schalter das Fahrzeugpermit wieder abgeben (dass wir das tun
dürfen, kostet 2 €)! Dann werden die rosa Sichtzettel für jeden Pass
eingesammelt und die Dokumente nochmals durchgescannt.
Hinweis:
Die 2005 noch gültige
Ausreisegebühr, abhängig von Fahrzeuggröße und Verweildauer ist
inzwischen abgeschafft!
Zu den Einreiseformalitäten nach
Montenegro siehe die entsprechende Länderseite!
|
|