Flagge Albanien

ALBANIEN

Route 13

© K. Friedl - WWW.OFFROAD-REISEN.COM - Stand: 23.12.2007

   Kukes - Pass Qafa e Shilakut - (Fierzë) - Fahrt über den Komani See (***) -
Komani - Qyrsac - Shkodër - Grenze Montenegro

Grundsätzliches:

Das Highlight dieser Strecke ist eindeutig die Fahrt über den Komani-See (***). In den Sommerferienzeiten beachte man die Hinweise weiter unten!
Die Zufahrt von Süden her kann auf die Dauer etwas nervig sein, dafür wird man mit schönen Ausblicken auf das weit reichende Stausee-System belohnt. Ab der Passhöhe Qafa e Shilakut zum Teil sehr schlechte Teerstraße.

Code

GPS ( N / E )

Beschreibung

Erläuterungen

Fotos

AB-1301

42° 04,694
20° 25,055

141

Kukes

Wir verlassen die Stadt nach Westen und können bereits jetzt die gewaltigen Ausmaße des Stauseesystems erahnen, das uns auf der weiteren Strecke begleiten wird.
Ab Ortsende zur Zeit (AUG 07)  umfangreiche Straßenbaumaßnahmen. Danach ist der Belag für ein paar Kilometer lang noch sehr löcherig, doch dann beginnt eine breite, vorzügliche ausgebaute Teerstraße und das findet man in Albanien nicht allzu oft vor.
Leider ist damit ein schnelles Fortkommen nicht gewährleistet: Wir befinden uns in einem Gebiet, das ausgesprochen zerklüftet ist und die Straßenbauer vor gewaltige Aufgaben stellt, jedes Seitental muss ausgefahren werden, jede Hügelkette überquert, und das ungezählte Male.
 

AB-1302

42° 05,894
20° 13,552

142

Brücke

Mal wieder  geht es ganz hinunter (ca. 360 m) , mit einer Brücke über ein Seitental und dann beginnt die Kurverei bergauf und bergab von neuem.
Wenn man das gefühlsmäßig 25-ste Seitental bis zum hintersten Winkel ausgefahren hat, lässt die Aufmerksamkeit doch etwas nach, und es kann passieren, dass man den Abzweig nach Fierzë übersieht (der von dieser Fahrrichtung aus auch nicht ausgeschildert ist).
 

 

AB-1303

42° 05,992
20° 06,828

143

Abzweig Fierzë /
Bajram Curri

Kurz nach Erreichen der Passhöhe Qafa e Shilakut biegt man rechts / nach Norden ab. Die Straße ist nun schmäler, aber zumindest die erste Hälfte in Ordnung.
In dieser Gegend wüteten im Waldbrandsommer 2007 verheerende Brände, die weite Flächen zerstörten.
Die Geländestruktur bleibt die Gleiche, das heißt, es geht in jedes Seitental und über alle Hügel.
 

 

AB-1304

42° 08,231
20° 09,452

144

Dardhë

Ort mit Restaurant etwa in der Mitte der Strecke zwischen dem Abzweig und Fierzë.
Hinweis: Dieser Ort mit den dazugehörenden Informationen ist im Reiseführer Albanien erleben fälschlicherweise in die Strecke Peshkopi - Kukes verschoben worden!
 

 

AB-1305

42° 10,534
20° 09,464

145

Zwischenpunkt

Q

 

Tipp: Bei einer querenden Hochspannungsleitung ein kleiner Abzweig zu einer als Rastplatz geeigneten Wiesenfläche.
Die Straße wird nun jeden Kilometer etwas schlechter und deshalb um so mehr beginnt einen das ewige Gekurve langsam auf die Nerven zu gehen.
Allerdings wird man immer wieder mit tollen Ausblicken auf den tief unter einem liegenden Stausee belohnt.
Wenn man dann das gefühlsmäßig 50-ste Seitental umfahren hat, wünscht man sich nichts so sehr, als endlich in Fierzë anzukommen.
Wobei das auch nicht ganz richtig ist, denn der Ort selbst liegt ein paar Kilometer abseits unseres Zielpunktes weiter oben in den Bergen und wir wollen unsere Reise ja mit dem Schiff fortsetzen.
Endlich führt die inzwischen sehr schlechte Piste ein letztes Mal in Kurven den Berg hinunter. TIPP: Direkt oberhalb des Umspannwerkes Wasserstelle mit köstlichem Trinkwasser.
 

AB-1306

42° 15,378
20° 02,006

146

Brücke / Staumauer

Endlich sind wir am Ziel und können die gewaltige Staumauer bewundern, die theoretisch sogar befahren werden kann (nein, nicht oben auf der Krone entlang, sondern tatsächlich im Zickzack die Wand hoch!)
Leider sind im erwähnten Reiseführer die Informationen für Touristen, die sich ausnahmsweise nicht mit Chauffeur herumkutschieren lassen, etwas sehr dürftig, deshalb hier das Wichtigste:
An diesem Ende des Komani-Sees gibt es wohl - je nach Höhe des Wasserstandes - verschiedene Anlegestellen der Autofähre (TRAGET genannt). In den Sommermonaten liegt diese etwa 7 km von der Brücke entfernt.
Man überquert diese deshalb und fährt zunächst etwa 3 km Richtung Bajram Curri.
 

AB-1307

42° 16,811
20° 01,555

147

Brëgelumë

Ort mit Tankstelle.
Am Hauptplatz biegt man nach links / Südwesten ab und folgt der Schotterstraße entlang des Stauseearmes.
 

 

AB-1308

42° 15,852
20° 00,587

148

Anlegestelle
Autofähre

Sehr provisorisch anmutende Anlegestelle mit mehreren, verschieden hohen "Startrampen". Kleine, laute Bar. Gegend leider sehr vermüllt.
Die Fähre fährt zweimal am Tag nach Komani, einmal um 7.00 Uhr (nicht 8.00 wie im Reiseführer) und um 13.00 Uhr. Wer diese Fähre versäumt und auf den nächsten Tag warten muss, kann unter Umständen gut beraten sein, trotz der wenig anheimelnden Atmosphäre hier zu übernachten, sozusagen in "Pole Position" (Bild 3).
Gerade im August wählen tausende von Kosovaren diese Route aus, um Ihre Ferien am Meer zu verbringen. In unserem Fall bildete sich bereits um 3.00 Uhr nachts der Kopf einer Autoschlange, die in der Früh etwa einen Kilometer lang war. Angeblich passen 70 Fahrzeuge auf das Schiff, das heißt, mindestens die Hälfte der wartenden Fahrzeuge fand keinen Platz mehr.
Zu den Transportkosten kann nicht Endgültiges gesagt werden, außer, dass Touristen sicher mehr zahlen. Der Preis wurde vom Kassierer durch bedeutungsvolles Kopfwiegen ermittelt, in unserem Fall 3300 LEK (ca. 30 €) für das Miniwohnmobil und 2 Personen. Das ist für albanische Verhältnisse ausgesprochen viel, aber man hat keine Wahl und die Fahrt ist es alle Mal wert.
Überraschend pünktlich (nach einem Verlademarathon, in dem die Autos so eng geparkt wurden, dass manche nur durchs Schiebedach - siehe Bild -  entweichen konnten und manchen Kratzer und abgebrochenen Rückspiegeln), sticht die Fähre in See und und gewährt einem wunderschöne 2 ¼ Stunden durch eine faszinierende Landschaft.

Foto rechts: Albanischer Erfindergeist - "Ich war mal ein Reisebus!"
 


               
 

AB-1309

42° 06,511
19° 49,609

149

Anlegestelle
Komani

Wir erreichen das Ende des Komani-Sees und damit eine weitere Staumauer. Auf dem engen Schotterplatz zwischen einem Tunnel (durch den früher sicher während der Bauphase das Wasser umgeleitet wurde und der heute als Zufahrt dient) und der Anlegestelle tummeln sich etliche Sammeltaxis, die dafür sorgen, dass die Ausfahrt komplett verstopft ist und somit erstmal gar keine Autos entladen werden können. Also warten alle, bis die sicher 200 Passagiere zu Fuß samt ihrem Gepäck in den Taxis verstaut sind, ehe das erste Auto das Schiff verlassen kann. Wieder viel Hektik und Kampf um jeden Zentimeter.
Nach einer ¾ Stunde verlassen wir als letzte das Schiff und erreichen durch den völlig finsteren Tunnel den Ort Komani, der allerdings nur aus ein paar unbedeutenden Häusern besteht. Dort unten wartet bereits wieder eine lange Autoschlange in der Gegenrichtung.
Die weiterführende Straße ist erstens wieder schlecht (mit der Auswirkung, dass Sie u. U. 69 schleichende Kosovaren vor sich haben) und zweitens setzt sich das "Spiel" der letzten Tage fort: also rum um jedes Seitental und rauf auf jeden Hügel .
 

 

 

 

 

AB-1310

42° 00,706
19° 39,325

Kreuzung

Wir erreichen die Hauptstraße Shkodër - Puke und damit endlich wieder vernünftige Straßenverhältnisse.
 

 

AB-1311

42° 00,459
19° 38,377

150

Qyrsac

geschäftiger Ort mit allen Versorgungsmöglichkeiten.
(Hinweis: Name laut Karte, der Ort nennt sich auf dem Begrüßungsschild anders!)
Die weiter führende Straße, die 2005 nur aus einer Löcherpiste bestand, ist nun bestens geteert.
 

 

AB-1312

41° 58,970
19° 32,517

Kreuzung

Hauptstraße Shkodër - Tiranë, nach rechts / Norden abbiegen.
 

 

AB-1313

42° 01,913
19° 30,192

151

Abzweig

Richtung Süden erreicht man nach ca. 30 km den beliebten Strand von Velipojë. Diese Gegend wird im erwähnten Reiseführer aufs Malerischste beschrieben. Die Wirklichkeit schaut allerdings - zumindest in den Sommerferien - leider ganz anders aus: es ist schlicht gesagt die Hölle los.
Mit dem Auto kommt man gar nicht erst in die Nähe der Strände, es ist alles durch die Polizei weiträumig abgeriegelt. Parken kann man in den Innenhöfen geschäftstüchtiger Grundbesitzer und dann mit Sack und Pack über die verstopften Zufahrtsweg dem schattenlosen Strand entgegeneilen, wo schon Millionen andere auf einen warten.
Auch wenn dies sicher unsere individuelle Einschätzung ist, wir sind jedenfalls wieder in Panik geflüchtet.

Weiter Richtung Shkodër , dessen gewaltige Burg man bald erblickt.
 

 

AB-1314

42° 03,019
19° 29,520

Shkodër
(Brücke)

Unterhalb der Burg führt eine einspurige Brücke über die Ausläufer des Shkoder-Sees. Meist muss man warten, bis man eine Lücke im Gegenverkehr findet.  Nett, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, die Entfernung von hier bis München auszurechnen.
Auf der anderen Seite biegen wir links Richtung Grenze ab ( ca. 15 km).
 

AB-1315

42° 01,034
19° 22,397

152

Grenze
Montenegro Richtung Ulcinj

Die Ausreiseformalitäten haben sich im Vergleich zu unserem letzten Besuch 2005 vereinfacht. Zuerst muss man an einem Schalter das Fahrzeugpermit wieder abgeben (dass wir das tun dürfen, kostet 2 €)! Dann werden die rosa Sichtzettel für jeden Pass eingesammelt und die Dokumente nochmals durchgescannt.

Hinweis:
Die 2005 noch gültige Ausreisegebühr, abhängig von Fahrzeuggröße und Verweildauer ist inzwischen abgeschafft!

Zu den Einreiseformalitäten nach Montenegro siehe die entsprechende Länderseite!
 

 

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