Flagge Marokko

Marokko

Route 15

© K. Friedl - WWW.OFFROAD-REISEN.COM - Stand: 02.05.2013

Khenifra - Imilchil - Tizi-Tirherhouzine - Ait Hani - Tamttatouchte - Todhra-Schlucht - Tinerhir


Grundsätzliches:

Die Strecke von Khenifra über Agoudal weiter durch die Todhra-Schlucht bestand im mittleren Teil bis vor kurzem noch aus einer anspruchsvollen Gebirgspiste. Seit 2012 ist sie nun durchgehend geteert und für Jedermann befahrbar. Logischerweise stellt diese neue Verbindung eine  wesentliche Verbesserung der Infrastruktur des Landes dar, mancher wird aber vielleicht doch bedauern, dass damit ein weiteres Offroad-Abenteuer zu Ende gegangen ist.
Aber es bleibt ja noch die Strecke über das Dadestal (siehe Route 54).

Die Strecke wurde erstmalig 1996 befahren, der südliche Teil ab Lac de Tisilt zuletzt im APR 2013.

Verfolgen Sie diese Route in GOOGLE EARTH

Die GPS-Daten werden im Format xx° mm,mmm (WGS84) dargestellt.

Code

GPS ( N / W )

Beschreibung

Erläuterungen / Fotos

MK-1501

32 56,320
05 40,029

Khenifra

.

MK-1502

32 49,405
05 37,142

Abzweig El-Khab

.

MK-1503

32 46,041
05 34,912

Abzweig

.

MK-1504

32 45,116
05 35,017

Kreuzung

.

MK-1505

32 41,124
05 33,813

Abzweig

.

MK-1506

32 36,291
05 34,600

Moulay Yaakoub

.

MK-1507

32 28,822
05 38,568

Aghbala

.

MK-1508

32 26,855
05 45,712

Abzweig Imilchil

Ab nun begleitet uns bis Agoudal unsere Route 54.
 

MK-1509

32 24 602
05 44,616

Qued

.

MK-1510

32 14 171
05 42,510

ZP

.

MK-1511

32 11,783
0538,610

Lac de Tislit

Einen kurzen Stopp an diesem herrlichen Gebirgssee in 2260 m wird sich niemand entgehen lassen. Hier auch einfacher Campingplatz bei einem Restaurant.

Der Sage nach konnten eine Prinz und eine Prinzessin nicht zu einander kommen und haben aus Trauer darüber so geweint, dass die beiden Seen entstanden sind.
 

 

MK-1512

32 09,317
05 37,865

Imilchil

Wir erreichen Imilchil, am nördlichen Ortsrand liegt die zurzeit letzte Tankstelle auf dem Weg bis Boumalne bzw. Tinerhir.
Der Ort ist berühmt geworden durch seinen jährlichen Heiratsmarkt. Aufgrund der dünnen Besiedlung der Gegend und den bis vor kurzem noch sehr schwierigen Verkehrsverhältnissen war es seit jeher für Heiratswillige schwierig, eine Familie zu gründen. Dies sollte durch den Heiratsmarkt ermöglichst werden. Diese farbenfrohe und eindrucksvolle Veranstaltung dazu war weit über die Region hinaus bekannt und auch für die Touristen ein willkommenes Besuchsziel.
Aufgrund der deutlich verbesserten Verkehrsanbindung und sicher auch wegen der neuen Kommunikationsmöglichkeiten wird die eigentliche Bedeutung des Marktes sicher nachlassen und nur mehr als Attraktion bestehen bleiben.
Außerhalb der Festivitäten macht der Ort einen recht unscheinbaren Eindruck.
 

MK-1513

32 05,979
05 30,613

Abzweig Rich

Die R317 wendet sich in Imilchil nach Südost und wird nun vom Asif Melloul begleitet. Zuerst geht es durch die Schleifen eines kleinen Canyons, dann öffnet sich das Tal und wir durchqueren eine zauberhafte, meist sattgrüne Auenlandschaft. Dazwischen ein paar kleinere Orte und fürchterlich nervenden Kindern, die schreiend und manchmal wie besessen neben dem Auto herlaufen, und jede damit verbundene Gefahr verkennen.
 

MK-1514

32 00,531
05 29,391

Agoudal / Abzweig
Dades-Schlucht

Am nördlichen Ortsausgang stoßen wir zuerst auf die Auberge Ibrahim. Wir kannten den Besitzer von einem Besuch vor langer Zeit. Er war weit über den Ort hinaus als gute Informationsquelle und interessierter Gesprächspartner bekannt und bot individuelle Touren in der Umgebung an. Leider ist Ibrahim im Jahr im Jahr 2010 bei einem Unfall ums Leben gekommen. Der Betrieb wird nun von seinem jüngeren Bruder fortgeführt, den wir bei unserem jetzigen Besuch (2013) als eher "muffelig" und uninteressiert empfunden haben.
Der Ort selbst bietet keine Sehenswürdigkeiten und aufgrund der aufdringlichen Kinder wird man auch hier weiter verweilen. Südlich des Ortes, an einem unscheinbaren Abzweig, verlässt uns Route 54 Richtung Dades-Schlucht.
Wir bleiben auf der neuen Teerstraße, die gemütlich in einem weiten Tal nach oben strebt. Die Gegend wird zusehends trockener und bald hört auch die Bewirtschaftung der Felder auf.
Die Streckenführung durch die karge Landschaft bis zur Passhöhe hat die Straßenbauer sicher nicht besonders gefordert, so dass man fragt, warum das Projekt nicht schon früher angegangen wurde.
 

 

MK-1515

31 52,372
05 28,538

Tizi-Tirherhouzine

Der Passhöhe in 2675 m hat durch den Ausbau etwas von der Faszination verloren (und ist anscheinend dadurch auch etwas niedriger geworden), bietet aber einen schönen Blick auf die zerklüftete Atlaslandschaft auf der anderen Seite.
Die Straße durchschneidet nun steil abfallend eine Bergflanke, das war wohl die einzig schwierige Stelle beim Neubau.
 

MK-1516

31 49,763
05 28,289

Toumliline

Das erste Dorf ist erreicht, ab hier begleitet uns wieder eine saftig grüne Flusslandschaft.
 

MK-1517

31 46,884
05 27,146

Ait Hani (Nord)

Der natürliche Straßenverlauf führt weiter Richtung Rich, wir biegen also rechts ab.
Nach dem unbedeutenden Ort führt die Strecke zunächst schnurgerade in südwestlicher Richtung durch ein flaches Wüstental.
 

MK-1518

31 45,204
05 28,926

ZP

Eine Gebirgsstufe ist erreicht.
 

MK-1519

31 40,865
05 32,265

Tamtattouchte

Hier auch der Abzweig zur Piste 3444 Richtung Msemir.  Diese soll jedoch nach Meinung Einheimischer eine der schlimmsten Pisten Marokkos sein.
Der Ort besteht aus zwei verschiedenen Teilen. Tamtattouchte bietet zwar keine besonderen Sehenswürdigkeiten, ist aber wohl häufiges Ziel der Touristen, was man an der Zahl der Campingplätze abzulesen ist.

Kurz nach dem Ort beginnt die Straße in die enger werdende Dades-Schlucht hinabzuführen.
 

MK-1520

31 37,261
05 33,621

ZP

Die "Besiedlung" der Schlucht ist nun bis zu diesem Punkt bereits fortgeschritten, es entsteht gerade ein großes Projekt, vermutlich eine Hotelanlage.
Diese Straße wechselt häufig die Flussseite, in engen Passagen ist sie als permanente Betonfurt ausgeprägt.
 

MK-1521

31 35,331
05 35,790

ZP

Die Zivilisation ist wieder erreicht, und die zeigt sich in aller Krassheit. In der engen Schlucht entlang der senkrechten Felswänden haben sich flächendeckend Händler niedergelassen, von Tinerhir herauf wird eine Busladung nach der anderen heraufgeschaufelt und das Ganze hat fast schon Jahrmarkcharakter. Wenn man von Süden kommt, muss man schon seit langer Zeit eine Eintrittsgebühr für die Schlucht bezahlen.

           
 

MK-1522

31 34,661
05 34,956

ZP

Ab hier durchgehende Besiedlung bis hinunter zur N10.
 

MK-1523

31 31,834
05 32,940

ZP

Etwa 2,5  km vor Tinerhir links eine Aussichtsplattform mit wunderbarem Blick über die Palmenoase hinweg zur alten und neuen Bebauung, die sich die brauen Felsen hinaufzieht.
 

MK-1524

31 31,555
05 31,789

Tinerhir / N10

Siehe Route 06.
 

zurück